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Fachbegriffe
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A
Abakus
Abschlussplatte eines Kapitells
Ankettel
Beschlagteil zum Verschließen von Fensterflügeln. Diese Verschlussart findet sich bei einfachen nach außen öffnenden Fenstern wieder.
Anschlag
die Ebene eines Falzes, gegen die der Flügel beim Verschließen im Fensterrahmen schlägt.
Anschlagfalz
die Ebene eines Falzes, gegen die der Flügel beim Verschließen im Fensterrahmen schlägt.
Arkadenfenster
Aus den Arkadenbögen in der Romanik entstandener Fenstertyp, der in allen Geschossen einbaufähig war und speziell im Profanbau dekorative und funktionale Anforderungen erfüllte. Man unterschied Dreierarkaden, Fünferarkaden, solche mit einfachen oder doppelten Säulen. Diese Fensteröffnungen waren in der Regel noch unverglast.
Aufdoppelung
Aufeinanderleimen von Brettern mit gegeneinander versetztem Faserverlauf, wodurch das "Arbeiten" des Holzes verhindert werden soll.
Aufgehender Pfosten
der feststehende Pfosten (Setzholz) als Anschlag eines Flügelpaares entfällt. Der Pfostenteil ist in einem der beiden Flügel eingearbeitet und dient als Anschlag des anderen Flügels.(siehe auch Stulp)
Aufreiber
Spezielle zweiteilige Verriegelung, die aus einem einarmigen Hebel auf Platte mit Griffolive sowie einem Haken auf Platte als Gegenstück besteht. Sie dient bei einem zweiflügeligen Fenster als Verschluss und ist in Griffhöhe etwa mittig auf beiden Fensterflügelrahmen befestigt sind. Wird häufig durch einen Vorreiber oben und unten ergänzt, die in den Fensterrahmen eingelassen sind.
Aufsatzband
oder auch Aufschraubband - Oft dekorativ gestaltetes Türband oder Fensterband, das mit Schrauben oder Nägeln auf der Holzkonstruktion befestigt wird, im Gegensatz zum einfachen Einstemmband(siehe auch Fitschband), das in das Holz eingelassen wird, und zum Einbohrband, das eingebohrt wird. Es kann sich um ein Langband, ein S-Band, ein Eckwinkelband oder ein Kreuzband handeln.
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B
Band
Befestigungselement aus Metall, an dem die Flügel am Rahmen beweglich gelagert sind. Winkelband - rechtwinkeliges Band, das auf dem Dorn des Stützklobens läuft. Fitschband - zwei mittels Dorn verbundene Rollen, die als Lappen endend verdeckt im Flügel- und Rahmenholz fixiert sind. Einbohrband-technisch ähnlich wie Fitschband, jedoch anstelle von Lappen Gewinde.
Bandrolle
Aufgerolltes Endstück
Bandseite
Bezeichnet die Drehachse, das heißt, die Seite des Fensterflügels oder Fensterrahmens, an dem der Flügel mit der Zarge verbunden ist.
Basis
Fußstück bzw. Verzierungselement, das am unteren Ende der Schlagleiste oder des Pfostens sitzt.
Basküle (Basquille)
Schubstangenverschluss bestehend aus zwei meist quadratischen Riegelstangen, die durch Drehung eines Griffes (Olive) nach oben und unten gegenläufig bewegt werden. Die Stangenenden greifen dabei in Kloben, die am Kämpfer bzw. am unteren und oberen Blendrahmen befestigt sind.
Becherbutze
Glas mit charakteristischem mittigem Heftnabel. Gesamtscheibe meist Durchmesser von ca. 12 cm, von der sog. Butze (dem Heftnabel) in der Materialstärke nach aussen hin abnehmend (1,3 -0,6 mm)
Bekleidung
flacher Holzrahmen der die Fensteröffnung bekleidet und dabei die Fuge zwischen der Wandfläche und dem Fensterrahmen oder Futterrahmen verschließt.
Beschlag
Sammelbegriff für alle die Fensterbewegung ermöglichenden Metallteile an Fenstern und Türen.
Bleihaften
kleine Bleistücke die zur Befestigung kleinerer Glasfelder an den Windeisen auf die Bleisprossen angelötet werden (haften).
Blendrahmen
Art des Fensterrahmens, bei dem die Rahmenhölzer ähnlich des Flügelrahmens eine querrechteckige Ausbildung haben.
Blockrahmen
Blockrahmen - (im Fachwerkbau) Fenstertyp, bei dem alle Hölzer einschließlich Pfosten und Kämpfer das gleiche Tiefenmaß besitzen, wobei diese Tiefe dem Maß der anliegenden Fachwerkwand entspricht.
Blockzargenrahmen
Blockzargenrahmen - (im Fachwerkbau) Fenstertyp, bei dem die Rahmenhölzer das gleiche Tiefenmaß der anliegenden Fachwerkwand haben, jedoch Pfosten und Kämpfer deutlich zierlicher sein können.
Blockzargenrahmenfenster
Eine Fensterkonstruktion in einem Holzgerüst, dessen äußere Rahmenhölzer bohlenstark sind und fast die gesamte Laibung bedecken, während Pfosten und Querholz eine deutlich geringere Tiefe aufweisen und nur auf der Außenseite bündig mit der Wand liegen, so dass die Lichtausbeute besonders gut ist. Anders als der Blockrahmen ist der Blockzargenrahmen nicht mehr Teil des konstruktiven Gefüges, sondern ein separat gefertigtes Bauteil, das nachträglich stumpf in die Öffnung eingestellt werden kann.
Blumenfenster
Großflächiges, speziell konstruiertes Erker- oder Kastenfenster, das in den 1920er Jahren entwickelt wurde. Es konnte auch Glasbausteine an der Decke, einen schrägen Boden mit Wasserbecken und Wasserzulauf, Lüftungsflügel, ein Lamellenstore als Sonnenschutz sowie als Abgrenzung zum Wohnraum ein Schiebefester aufweisen. In Wohn- und Siedlungsbauten waren z.B. die Blumenfenster von Auefeld und Helleböhn berühmt.
Buntglas
Jedes nicht klare Glas, dessen Farbe in Abhängigkeit von seinen Rohstoffen zwischen stark bräunlich und stark grünlich liegt. Wasserklares (sog. optisches) Glas kann nur mit ausgesuchten Zutaten und durch eine Beimengung von Chemikalien erreicht werden.
Butzenscheibe
Butzenscheibe (und Mondscheibe) entsteht aus einem geweiteten, aufgetriebenen und geschleuderten Ballon oder Becher, wobei die Mondscheibe einer übergroßen Butze entspricht.
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C
Corniche
Ursprüngliche französische Bezeichnung für Karniesprofil.
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D
Deckleiste
Eine Leiste in einfacher oder profilierter Form zum Abdecken vom Zwischenraum zweier angrenzender Bauteile, z.B. zwischen Fensterrahmen und Wand in Form einer Bekleidung.
Doppelfalz
zwei Falze speziell zwischen Flügel- und Blendrahmen von Holzfenstern.
Doppelfenster
Fenster mit Außen- und Innenflügel und zwei hintereinander liegenden Verglasungsebenen(siehe auch Verbundfenster, Kastenfenster).
Doppelvorreiber
Fensterbeschlag zum Verriegeln eines Fensters aus einem doppelten Reiber aus Rundeisen oder später Gußmaterial. Besitzt eingerollte Enden und eine breit geschmiedete Mitte, durch die der Doppelvorreiber mit einem Nagel am Mittelpfosten befestigt wird.
Dornmaß
Wichtiges Schlossmaß, das den Abstand von Stulpvorderkante bis zur Mitte des Schlüsseldorns angibt. Man spricht auch von Stulp auf Dorn. Das Dornmaß kann zwischen 25 mm und 100 mm betragen, jeweils um 5 mm steigen, wobei die Norm bei 55mm liegt. Weitere handelsübliche Dornmaße sind 45 bis 80 mm.
Drahtstifte
kleine Metallstifte, die zur Befestigung der Glasscheiben in dem Glasfalz (auch Kittfalz) dienen und mit Kitt überzogen werden.
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E
Einbohrband
Ausführung als zwei- oder mehrteiliges Band für die Beweglichkeit von Türen oder Fenstern. Wird zur Befestigung beidseitig eingebohrt, im Gegensatz zum Aufsatzband, das aufgeschraubt oder aufgenagelt wird.
Espagnolette
Stangenverschluss bestehend aus einer Drehstange von ca. 10-13mm Durchmesser, die durch Hülsen auf der inneren Schlagleiste befestigt wird. Die Stange ist in der Mitte mit einem Ruder verbunden, das in einen auf dem anderen Flügel angebrachten Schließhaken greift. Die Stangenenden sind hakenförmig ausgeschmiedet und legen sich beim Drehen der Stange in eiserne Schließkloben, die am Kämpfer bzw. der oberen und unteren Weite (horizontales Blendrahmenholz) befestigt wird.
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F
Falz
rechtwinkeliger Bruch einer Holzkante, meist zur Aufnahme eines entsprechend geformten Gegenstücks. Besondere Falzformen sind Quetschfalz, Klemmfalz, Kneiffalz oder Wolfsrachen, bei den kein rechter Winkel zugrunde liegt, sondern geschwungene Formen.
Fase
Abschrägung einer Kante, meist zum Schutz vor Absplitterungen. Als starke Abschrägung bei glasangrenzenden Hölzern wird durch entsprechende Fälzung eine Vergrößerung des Lichteinfalls erzielt.
Fensteröffnung
die Öffnung in der Wand, in die das Fenster eingelassen wird.
Fensterblei
Bleistreifen, die einzelne Glasscheiben zu Glasfeldern miteinander Verbinden.
Fensterkreuz
die Kreuzbildung aus Kämpfer (Querholz) und Pfosten. Bei Kreuzstockfenstern ist das Fensterkreuz in der Mitte der vier Flügel.
Fourcault-Glas
1902 erhielt der Belgier Fourcault das Patent auf ein neuartiges Glasherstellungsverfahren - das Ziehen von Flachglas aus einem Glasschmelzbehälter. Diese Technologie eröffnete damals auch der Architektur neue Wege für den Einsatz von Flachglas. So wurde nach dem Ersten Weltkrieg bis weit in die 60er Jahre das Fourcault-Glas zum Standardfensterglas.
Friesenecke
In speziellen Abmessungen quadratisch zugeschnittenes, flaches Überfangglas mit den Maßen 10 x 10 cm bis 14 x 14 cm, bei dem partiell die obere dünne Schicht weggeschliffen wurde. Dadurch können verschiedene dekorative Muster zusammengestellt werden. Als Buntglasscheiben befinden sich Friesenecken beim Oberlicht von Haustüren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, später auch in Treppenhausfenstern, Glasabschlusstüren und seltener auch in Haustüren. Die häufigste Farbkombination war Rot-Blau im diagonalen Wechsel, wobei diese Ecken nur in Verbindung mit einer speziellen Ecksprossenunterteilung des Oberlichts vorkamen. Häufig waren auch Ornamente mit polierter Linse in der Mitte.
Futter
Futter- (Futterrahmen) Rahmen aus Holzbrettern, die in die Laibung gesetzt werden. Häufig in Zusammenhang mit einem Blendrahmen- oder Kastenfenster zu finden.
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G
Glaserecken
(ähnl. Drahstifte) kleine Blechdreiecke zum Fixieren der Scheibe im Glasfalz (vor dem Verkitten).
Glasfalz
Falz eines Fenster- oder Flügelrahmens, in den die Glasscheibe (früher als Steckscheibe ohne Kitt) gestellt und fixiert wird.
Glashalteleiste
Dieses innere Befestigungsprofil gibt dem Fensterglas seinen Halt im Fensterrahmen bzw. Flügelrahmen.
Glasnut
enge Nut eines Fenster- oder Flügelrahmens, in die die Glasscheibe gesteckt wird. Glasnuten werden meist bei Steckscheiben ohne Kittfase verwendet.
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H
Hof
Ein Mangel bei Gläsern sind beispielsweise Einschlüsse im Glas. Diese Einschlüsse (oft Fremdkörper) werden in ihrer Größe genau definiert. Gelegentlich kommt es vor, daß ein Einschluss mit einem Durchmesser von 1 mm das Glas im Umkreis von bsp. 4 mm "verzerrt". Der eigentliche "Mangel" wirkt dadurch deutlich größer ist als der in der Richtlinie bezeichnete Einschluss. Das verzerrte Umfeld um einen Einschluss im Glas wird als "HOF" bezeichnet.
Holznagel
zylindrischer Holzstab, der (bei Schlitzzapfenverbindungen) in vorgebohrte Löcher getrieben wird und dort die Festigung und Sicherung der verbundenen Holzteile gewährleistet.
Holzsprosse
schmale Holzleiste (ab ca. 15mm aufwärts), die die Fensterfläche innerhalb des Flügel- oder Blendrahmens konstruktiv unterteilt. Holzsprossen sind meist in der gleichen Art wie die Flügelrahmenhölzer innen profiliert und werden als Quer- oder Längssprossen bezeichnet.
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I
Isolierglas
Fertige Verglasungseinheit bestehend aus zwei oder mehreren gleich oder verschiedenartigen Glasfeldern, die jeweils durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind. Der Raum zwischen den Scheiben ist entweder mit getrockneter Luft oder mit Spezialgasgemischen gefüllt. Die Einheiten sind am Rand luft- und feuchtigkeitsdicht durch spezielle Dichtmassen verbunden.
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K
Kapitell
meist verziertes Kopfstück, das am oberen Ende der (oft einer Säule vergleichbaren) Schlagleiste sitzt.
Karniesblei
als Fensterblei gilt auch Karniesblei, als Ersatz für Windeisen eine besonders feste Verbleiung, da die Bleistreifen um eine oder mehrere Metalldrähte geformt werden. Die Bezeichnung Karniesblei erklärt sich durch die Profilierung der Bleistreifen (Karnies: Bauw. Leiste oder Gesims mit S-förmigem Querschnitt).
Kathedralglas
Gegossenes Flachglas (Gussglas) mit eingewalztem Ornament (Ornamentglas). Die Oberfläche ist unregelmäßig klein- oder großgehämmert. Es wird häufig für Kirchen- und Badezimmerfenster sowie als Füllung für Zimmer- und Möbeltüren verwendet.
Kämpfer
Kämpfer - (Querholz) waagerechtes Holz bei Fenstern mit Oberlicht als waagerechter Anschlag für die Flügel.
Kehlung
Rillenartige Vertiefung, vor allem bei Leisten, Profilen und Rahmen.
Kitt
plastische Abdichtungsmasse für Glasscheiben in Fenstern (früher aus Leinöl und Schlämmkreide).
Kittfalz
Falz eines Fenster- oder Flügelrahmens, in den die Glasscheibe (früher als Steckscheibe ohne Kitt) gestellt und fixiert wird.
Klemmfalz
bei Flügel- und Blendrahmen im Drehachsenbereich profilierter Falz. Durch Klemmwirkung beim Ineinandergreifen des Flügels und des Rahmens erhöhte Abdichtung der Fuge (gleiches Prinzip Kneiffalz, Quetschfalz und beim halbrunden Wolfsrachen).
Kompositenkapitell
Aus mehreren Schnitzornamenten zusammengesetztes Kapitell
Kröpfen
Scharfwinkliges Umbrechen, auch Absetzen von Simsen und Leisten; bes. um Pfeiler und bei Fenstergiebeln.
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M
Mondscheibe
entsteht aus einem geweiteten, aufgetriebenen und geschleuderten Ballon oder Becher, wobei die Mondscheibe einer übergroßen Butze entspricht.
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O
Oberlicht
bewegliches oder festes Rahmenteil oberhalb eines Fensters
Olive
Griff - meist "T-förmig", durch dessen Betätigung das Fenster geöffnet oder geschlossen wird.
Ornamentglas
Gussglas mit ein oder beidseitiger Oberflächenprägung (durchscheinend bis Durchsicht sperrend). Ornamentglas ist oft farbig. Wegen seiner verzierten Oberfläche wirkt es sehr dekorativ. Besondere Ornamentgläser sind zum Beispiel Kathedralglas, Drahtornamentglas oder Antikglas.
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P
Pfosten
Pfosten - (Setzholz) senkrechtes Holz zwischen mehrflügeligen Fenstern als vertikaler Anschlag der Flügel.
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Q
Quetschfalz
siehe Klemmfalz
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R
Riegel
Verschlußstück von Türen und Fenstern zu deren Verriegelung
Rosette
Ornament einer von oben gesehenen Blüte, kreisrund stilisiert in blattförmig. Strahlen.
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S
Schenkel
die Hölzer eines Flügel- Blend- oder Futterrahmens. Die waagerechten Teile werden Weiten genannt, die senkrechten Hölzer werden als Höhen bezeichnet. Die auf den Flügelunterweiten sitzenden, vorkragenden Leisten werden auch Wetterschenkel genannt.
Schiebeflügel
historische Schiebeflügel öffnen ohne Beschläge, sie laufen in meist in horizontalen, hölzernen Führungsnuten.
Schlagleiste
meist profilierte Holzleiste bei Stulpfenstern bzw. aufgehenden Pfosten, die die Fuge der aneinander liegenden Flügel abdeckt und gleichzeitig als Anschlag dient.
Schlitzzapfen
Eckverbindung zwischen zwei flachen Holzteilen, wobei der Zapfen des einen Stückes in den Schlitz des anderen gepaßt wird.
Segmentbogen
oberer, gebogener Teil eines Fensters oder Tür (nur Kreisausschnitt, noch kein Halbkreis)
Stützkloben
Beschlagteil, Kloben oder Bandgegenstück eines Winkel- oder Schippenbandes. Der Stützbereich ist häufig leicht verziert ausgeprägt. An der Form eines Stützklobens und des dazugehörenden Winkelbandes läßt sich oftmals eine Datierung historischer Fenster vornehmen.Sturz die Wandfläche oberhalb der Fensteröffnung, wobei die Eigenlast gleichmäßig an die beiden angrenzenden Wandflächen verteilt wird.
Streichblech
Metallblech oder Metalldraht, der in das Flügelholz aufgeschraubt oder eingeschlagen wird (ähnlich Streichdraht)
Streichdraht
Metalldtraht, der in das Flügelholz eingeschlagen wird und über den der darüber liegende Vorreiber streicht, und in Endstellung die Verriegelung des Flügels übernimmt.
Stulpflügel
Bei einem zweiflügeligen Fenster ohne festen Pfosten der Flügel, der zuletzt geöffnet wird.
Die Bezeichnung im modernen Fensterbau lautet auch Bedarfsflügel.
Stulpkonstruktion
Das Stulpprofil kann ein Bestandteil des Flügels sein. Die Stulpkonstruktion wirkt von außen wie die Kämpferkonstruktion. Der Stulp ist aber nicht feststehend, sondern er öffnet sich mit dem Fensterflügel. D.h. durch den Stulp wird das Fenster nicht in mehrere Teile unterteilt.
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T
Tellerglas
rundgeschnittenes Glas, in der Fläche plan bis leicht konkav. Im gesamten Querschnitt etwa gleich stark, ca. 0,7-2,0 mm. Frei von Werkzeugspuren, jedoch ring- oder wirbelförmige Schlieren. Wird aus dem plangeschleuderten Boden eines frei geblasenen Hohlglases geschnitten.
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U
Umblei
Bleistreifen in U-form, die ein Glasfeld einrahmen (umbleien).
Unterlicht
bewegliches oder festes Rahmenteil unterhalb eines Fensters
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V
Verbundfenster
Verbundfenster erbringen besondere Leistungen in Schallschutz und Wärme-Isolierung. Der Luftzwischenraum zwischen den beiden Scheiben beträgt 4 - 7 cm und bildet mit seinem Luftpolster eine äußerst effektive Barriere gegenüber Schalleinflüssen.
Verzapfung
Verbindungsart von Holzteilen, z.B. Querholz und Höhenschenkel des Fensterrahmens. Ein am Ende des Querholzes angebrachter Zapfen wird in einen entsprechenden Schlitz gesteckt und bildet so die konstruktive Verbindung.
Verzinkung
Verbindungsart von meist im rechten Winkel aneinanderstoßenden Brettern und Leisten, z.B. Futterteilen. Die Schwalben des einen Futterteils werden in die Zinken des anderen Futterteils eingepaßt.
Vorreiber
Vorreiber - (Halbvorreiber oder Doppelvorreiber) aufgeschraubter oder genagelter Drehriegel der die Flügel am Blendrahmen über einen Streichdraht oder ein Streichblech festriegelt.
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W
Wetterschenkel
waagerecht außen (bei nach außen öffnenden Fenstern auch Kämpfer und oberes Rahmenholz) auf der unteren Flügelweite in voller Flügelbreite sitzendes Holzteil, das darunter liegende Fugen vor Schlagregen schützt.
Windeisen
quer und senkrecht vor den mit Blei eingefaßten Glasfeldern sitzende runde oder eckige zierliche Eisenstäbe. Diese Eisenstäbe dienen zur Festigung des Glasfelder bei Winddruck oder starkem Regen. Die Verbindung der Windeisen mit den Bleisprossen erfolgt über durch Verlöten mit den Haften.
Winkeleisen
Winkeleisen - (Scheinwinkel, Eckwinkel) dient als konstruktive Verstärkung der Ecken von Flügelrahmen.
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Z
Zarge
eine Tür- oder Fensterumrahmung, die eine Breite aufweist, die der dicke der umgebenden Mauer entspricht. Zargen aus Holz verfügen auf der Rückseite häufig über zwei Nuten zur Aufnahme von Putzabschlußprofilen.
Zarge
Synonymer Begriff zu Fenster- oder Türblendrahmen.
Zierprofil
dient als Verzierung und Auflockerung, hat keine funktionalen Aufgaben. Häufig als: Kämpferzierprofil, Sohlbankprofil, Schlagleistenprofil, Setzholzprofil, Flügelrahmenprofil (Karnies, Hohlkehle), inneres Sprossenprofil.
Zylinderglas
Zylinder- oder Walzenglas wird aus einem längs aufgeschnittenen und im Streckofen unter Wärmezufuhr plan gebügelten Zylinder gewonnen
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Ü
Überblattung- (bei Sprossen)
eine spezielle Verbindung von waagerechten und senkrechten Sprossen eines Fensters. An den Schnittpunkten werden die hinteren Partien der senkrechten und die vorderen Partien der waagerechten Sprossen in einer Tiefe ausgestemmt, die der halben Stärke der Sprossen entspricht.
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